Worum es geht: Ziele des Religionsunterrichts

Religionslehre ist zunächst ein Schulfach wie jedes andere, das seinen Beitrag zu einer vielseitigen und grundlegenden Bildung der Schülerinnen und Schüler leistet.

Dies betrifft zum einen unsere gemeinsame Tradition: Religionslehre hat Wissen zu vermitteln, das für ein Verständnis unserer abendländischen Kultur grundlegend ist. Dabei geht es freilich nicht um ein Auswendiglernen von Fakten, auch wenn ein Grundbestand an Wissen erarbeitet und präsent sein muss, sondern vor allem um die Auseinandersetzung mit und das Klären von religiösen und philosophischen Positionen und Vorstellungen, die hinter diesen „Fakten“ stehen.

Somit hat das Lernen im evangelischen sowie katholischen Religionsunterricht immer die Schülerinnen und Schüler im Blick, an deren Erfahrungshorizonte der Stoff rückgebunden werden soll, damit sie sich in den Aussagen und Werten der Tradition selbst verorten können.

Zum anderen ist Religionslehre wie kaum ein zweites Fach geeignet, brennende Fragen der Gegenwart und der unmittelbaren Schülerwirklichkeit aufzugreifen: Es lebt geradezu vom intensiven Gespräch und Nachdenken über die grundlegenden Fragen des Lebens, die sich in den Jugendkulturen durchaus verschieden stellen. Unser Bemühen zielt darauf ab, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich im Alltagsleben kompetent mit religiösen und ethischen Sachverhalten auseinandersetzen zu können.

Beide Aspekte zusammen machen die religiöse Grundbildung der Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums aus, bei der uns folgende Gesichtspunkte sehr wichtig sind: ·

  • Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler mit dem christlichen Glauben bekannt machen und sie dazu einladen, in diesem Glauben ihre geistige Heimat zu entdecken. Zugleich bietet unsere eigene Verwurzelung im Glauben auch einen möglichen Reibungspunkt für die jungen Menschen, der es ihnen erleichtert, selbst Position beziehen zu können.
  • Wir möchten bei unseren Schülerinnen und Schüler eine lebensbejahende, aber auch kritisch-nachdenkliche Haltung fördern, die den Lebensmustern einer bedenkenlosen Konsumwelt etwas entgegenzusetzen hat.
  • Wir möchten sie zur freien und selbstständigen Urteilsfähigkeit anleiten, damit sie in einer Gesellschaft, in der die unterschiedlichsten religiös-weltanschaulichen Angebote auf dem Markt sind, wählen können, um bewusst ihren eigenen Weg zu finden.
  • Uns liegt an fächerübergreifender Zusammenarbeit, weil nur so das Schubladendenken überwunden wird und wir möchten – zusammen mit anderen Fachschaften – ein Gegengewicht sein, wenn die Bildung junger Menschen allzu rasch an vordergründige Interessen von Wirtschaft und Medien angepasst wird.
  • Religionslehre ist daneben aber auch ein eher ungewöhnliches Schulfach, das in besonderem Maße das eigene Lebenskonzept und die soziale Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler zum Gegenstand hat. Die Themen des Religionsunterrichts betreffen meist direkt Fragen der Orientierung in der Welt und nach der Gestaltung des eigenen Lebens, so dass hier Raum ist, diese zu reflektieren und zu begründeten Urteilen zu finden. Achtung und Toleranz im Umgang miteinander müssen immer wieder aufs Neue thematisiert und eingeübt werden; hierfür bieten sich im Religionsunterricht verschiedene Möglichkeiten.

 

Wer wir sind: Unsere Religionslehrerinnen und -lehrer

Evangelische Religionslehre unterrichten derzeit zwei Lehrkräfte: Frau Hohlfeld und Herr Simonis. 

Katholische Religionslehre unterrichten Frau Goller, Frau Kreuzberger, Frau Plaggemeier, Frau Wilczek, Herr Dr. Loeffl und Herr Rotter.

Wir unterrichten die evangelischen bzw. katholischen Schülerinnen und Schüler des Viscardi-Gymnasiums sowie diejenigen anderskonfessionellen und ungetauften Kinder, die sich für die Themen unseres Religionsunterrichts interessieren und deshalb gern (und auf Antrag) daran teilnehmen möchten.

 

Was wir bieten: Inhalte des Unterrichts und Grundwissen

Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach und umfasst zwei Wochenstunden auf allen acht Klassenstufen. In der Oberstufe gehört der Religionsunterricht beider Konfessionen zum gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld (gpr-Bereich) und ist jeweils ein beliebtes Abiturfach.

Neben dem regulären Unterricht werden von uns drei Schulgottesdienste pro Jahr angeboten, nämlich jeweils zu Schuljahresbeginn, im Advent und am Schuljahresende. Zusätzlich sind wir immer bereit, den Abiturientinnen und Abiturienten bei der Planung und Durchführung ihres Abiturgottesdienstes zur Seite zu stehen.

Darüber hinaus finden mehrmals im Schuljahr Pausenandachten statt, die der von Frau Plaggemeier geleitete Wahlkurs „Come and Pray“ vorbereitet. Sie bieten den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die Pausen einmal anders zu verbringen und bei besinnlichen Texten und Liedern zur Ruhe zu kommen.

In der 9. Jahrgangsstufe bieten wir in jedem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Schulpastoralen Zentrum der Erzdiözese München und Freising Tage der Orientierung an, die zur Klärung persönlicher Fragen der Jugendlichen sowie zur Reifung und Ich-Findung dienen. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bestätigen in großer Mehrheit, dass diese Tage zu ihrer Persönlichkeitsbildung einen wesentlichen Beitrag leisten.

 

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